Beschattung

Der Gesetzgeber schreibt die Planung und Ausführung eines sommerlichen Wärmeschutzes zwingend vor. Daher ist die Planung des Sonnenschutzes schon bei der Konzeption des Wintergartens unbedingt notwendig.

Grundsätzlich gilt: Wenn der überwiegende Teil der Sonnenenergie (bis ca. 85%) von außen dem Wintergarten ferngehalten wird, so heizt sich dieser gegenüber der Umgebung nur in erträglichem Maße auf, denn die Innentemperatur im Wintergarten sollte auch im Hochsommer nicht mehr als  35O C über der jeweiligen Außentemperatur im Schatten betragen.

Wenn auf den Sonnenschutz verzichtet wird, ist ein mehr als 50-facher Luftwechsel pro Stunde erforderlich, wobei es im Wintergarten unerträglich wird. Somit ist auch beim Einsatz von Lüftungs- oder Klimaanlagen unabhängig von der sonst verbrauchten Energie eine Beschattung unbedingt notwendig,

Wichtig ist ferner, dass dieser Sonnenschutz motorisch betrieben wird, denn auch in den frühen Morgenstunden, wenn der Benutzer noch schläft, soll die Hitze erst gar nicht in den Wintergarten hinein gelassen werden. Hierzu stehen mittlerweile preisgünstige automatisch arbeitende Sonnen- und Windsteuerungen, auf Wunsch auch kombinierbar mit beheizten Regenfühler und Innentemperatursteuerung zur Verfügung.

Außerdem muss die Blendwirkungen des durch das Dach einfallenden hellen Sonnenlichts mit berücksichtigt werden. Selbst wenn durch natürliche Umgebung wie z. B. hohe Bäume eine ausreichende natürliche Beschattung zur Verfügung steht, wird die Helligkeit im Wintergarten oftmals als störend empfunden, so dass ein Sonnenschutz auch als Blendschutz erforderlich wird.

Eine ähnlich ausreichende Beschattung lässt sich zwar auch mit einem auf der Innenseite angebrachtem Sonnenschutz z. B. Sonnensegel oder senkrechte Stoffvorhänge erzielen, jedoch muss dies bei der Wintergartenplanung besonders berücksichtigt werden:  Dann wird eine Zirkulationsebene vom Fußpunkt aus bis unter das Dach möglichst im Abstand von ca. 100 mm zwischen Sonnenschutz und Scheibe, aber vom Innenraum abgeschottet, benötigt. An allen Fronten müssen unten Zuluftöffnungen geschaffen werden -  die entstehende warme Luft muss oben am höchsten Punkt wirkungsvoll nach außen abgeleitet, wobei sich im Dachbereich bei Regen das besondere Dichtigkeitsproblem dieser Abluftöffnungen ergibt.

Daher wird fachlich empfohlen, wenn eben möglich, einen Außensonnenschutz zu installieren.

Bei der Planung des Sonnenschutzes müssen je nach Ausrichtung des Wintergartens auch die senkrechten Seitenelemente beachtet werden, z. B. durch Verschattung mit Aussen-Jalousetten, Jalousien innerhalb des Isolierglases oder Stoff-Markilosetten. 

Sonnenschutz-Isoliergläser lassen je nach Örtlichkeit und Produkt  ebenfalls einen ausreichenden Sonnenschutz zu. Ihr Einsatz ist besonders bei komplizierteren Dachformen mit Schrägen und nicht rechtwinkligen Scheiben angebracht, also in solchen Fällen wo ein einziebarer Außensonnenschutz nicht oder nur unzureichend verwendet werden kann.

Hierbei soll aber folgendes beachtet werden:
Ein klassischer Sonnenschutz, beliebig ob außen oder innen, wirkt temporär d. h. er wird dann betätigt, wenn Beschattung benötigt wird, d. h. in der Regel an Sonnentagen. In der übrigen Zeit und insbesondere dann, wenn Sonnenergiegewinn aufgrund von niedrigen Außentemperaturen gewünscht wird, kann die Sonne den Wintergarten aufheizen.
Erst dadurch entsteht also ein passiver Solargewinn ( in der Technik spricht man hier von dem     g-Wert der Verglasung), der je nach Glasstärke bei unbeschichteten Gläsern zwischen 70% und 76%, bei beschichten Wärmeschutzgläsern zwischen 55% und 58% beträgt, jeweils bei einer Lichtdurchlässigkeit von 80% - 82% bzw. 74% - 76%.

Ein Sonnenschutzglas verändert seine Sonnenschutzwirkung während des Jahres bei angemessenen Kosten (noch) nicht. Hier beträgt der g-Wert je nach Fabrikat  ca. 20% - 40% bei einer Lichtdurchlässigkeit zwischen 40% und 68%. 

Beim Sonnenschutzglas muss der g-Wert gering sein, damit viel der auftreffenden Sonnenenergie nach außen zurück reflektiert wird. Je kleiner aber der niedrig gewünschte g-Wert ist, desto geringer ist auch die Lichtdurchlässigkeit, so dass die Scheiben  dunkler als Klarglas sind und  sich die Durchsicht und auch die Farben durch Blau-, Silber- oder Bronzetönung je nach verwendetem Glasfabrikat verändern können.

Ein Sonnenschutzglas ist also außer im Sommer bei starker Sonnenstrahlung nachteiliger, da es den gewünschten Aufheizeffekt bei kühlen Temperaturen behindert.
 
Mittlerweile sind auch Sonnenschutzsysteme lieferbar, die zwischen den Isolierglasscheiben angeordnet, also von der Verschmutzung, Wind, Regen geschützt sind:          

Jalousetten
* die bei senkrechten Elementen hoch gezogen und in ihrer Neigung verstellt werden können,
* die bei Einbau im Dach eine Mindestneigung von 12o erfordern, dort nicht hochgezogen, sondern zur Durchsicht und Verschattung in ihrer Neigung verstellt werden können, natürlich auch elektrisch betrieben.

Plissee-Faltbehänge  mit außenseitig aufgedampfter Hitze-Reflektionsfolie 
* die senkrecht manuell hochziehbar gefertigt werden,
* die bei Einbau im Dach mit je zwei Motoren als Gegenzuganlage hochziehbar und in jeder Neigung eingebaut werden können, allerdings nicht für Dreieckscheiben lieferbar sind.

Ferner sind auch aufrollbare reflektierende Sonnenschutzrollos zwischen den Scheiben erhältlich, die sehr gute Verschattungen bieten, aber im Dachbereich nicht eingesetzt werden können.

Neu am Markt sind feststehende Jalousien in senkrechten Elementen und im Dach, die freie Durchsicht von innen nach außen bieten und mit Photovoltaikelementen ausgerüstet ist. Der Wintergarten wird hierdurch sogar zur Stromerzeugung nutzbar gemacht.

Metallkonzept Ihr Fachbetrieb für hochgedämmte Wohn - Wintergärten, Überdachungen, Fenster und Türen hat schon langjährig diese besondere Erfahrung bei der Beschattung Ihres Wintergartens, gibt Ihnen Tipps für vollendeten Nutzwert und Ästetik,    und berät Sie gern und sachverständig.